Probleme beim Mann

Störungen der Spermiogenese (Bildung der Samenzellen) - häufige Ursache

In vielen Fällen kann keine Ursache für eine Störung der Spermiogenese gefunden werden; gelegentlich können Varikozelen im Hodenbereich, Infektionen, anlagebedingte Fehlstellungen wie Hodenhochstand, Verletzungen, Chromosomenanomalien, Durchblutungsstörungen, Diabetes, Tumore, Medikamente, Hitze, Strahlen oder eine Schädigung durch Nikotinabusus die Ursache einer Störung der Bildung von Samenzellen sein.

 

Varikozele (Schwellung des Hodensacks)

Erweiterte und geschlängelte Venen im Hodensack ("Krampfadern") können wahrscheinlich durch begleitende Überwärmung des Hodens die Samenqualität und damit auch die Zeugungsfähigkeit verschlechtern.

 

Hodenhochstand (Kryptorchismus)

Für die Samenproduktion im Hoden ist eine im Vergleich zur Körpertemperatur geringere Temperatur notwendig. Daher liegen die Hoden gewissermaßen "außerhalb" des Körpers im Hodensack. Bereits beim ungeborenen Kind wandern die Hoden aus der Bauchhöhle in den Hodensack. Bei der Geburt sind sie normalerweise schon dort angelangt. Ist dies nicht der Fall, spricht man von Hodenhochstand. Dieser muss noch beim Kleinkind (am besten innerhalb der ersten 2 Jahre) erkannt und behoben werden, da sonst bleibende Schädigungen des Hodens die Folge sind.

 

Infektionen

Virale Infekte (Mumps, Masern im Erwachsenenalter) können den Hoden dauerhaft schädigen. Nicht konsequent behandelte Geschlechtskrankheiten (z.B. Gonorrhoe, Chlamydieninfektion) können die Samenwege verschließen.

 

Störungen der Samenabgabe - seltenere Ursache

Ursachen dafür können Blockierungen der Samenwege (z.B. nach einer Entzündung) oder auch die fehlende Ejakulation (Emissionsversagen) und die sog. Retrograde Ejakulation sein. Bei der letzteren gelangt der Samen bei der Ejakulation nicht nach außen, sondern fließt in die falsche Richtung, zur Harnblase. Diese Veränderungen können bei Harnröhrenverengungen oder Nervenschädigungen (z.B. bei länger bestehendem Diabetes, Multipler Sklerose, Rückenmarksverletzung) vorkommen.
Bei vielen Männern mit Fertilitätsstörungen kann aber keine Ursache gefunden werden. Auch ohne Abklärung der Ursache kann oft eine erfolgreiche Therapie im Rahmen einer künstlichen Befruchtung (z.B. Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) durchgeführt werden.

 

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